Stollen im Naturpark

Die unzähligen stillgelegten Bergwerksstollen erscheinen auf den ersten Blick als lebensfeindlich. Doch dies gilt nur für die Pflanzenwelt, die nicht ohne Licht existieren kann. Einigen Tierarten hingegen dienen sie jedoch als willkommene Unterschlupfmöglichkeiten, denn natürliche Höhlen sind hier im Naturpark vergleichsweise selten. Eine wichtige Eigenschaft macht die unterirdischen Gänge bedeutsam für Amphibien, Falter und besonders Fledermäuse. Sie sind ständig frostfrei und haben ein ausgeglichenes Klima. So eignen sie sich hervorragend als Winterquartier. Umso wichtiger ist es, bei der Sicherung von Stolleneingängen, diese für die Tiere passierbar zu gestalten.

An ungestörten Plätzen im Stollen verkriechen sich Fledermäuse in Spalten oder hängen sich an die Decke und halten kopfüber ihren Winterschlaf. Ihre Körpertemperatur ist dabei so niedrig wie die Umgebungstemperatur. Alle Leistungen ihres Körpers sind stark gedrosselt. So können die Tiere bis zu fünf Monate allein durch ihre Fettreserven überleben. Bei wiederholten Störungen zehren sich ihre Reserven zu schnell auf, ihre Energie reicht dann nicht mehr zum Erwachen und die Tiere sterben.