Steinbrüche im Naturpark

Eine Besonderheit stellen die Steinbrüche der großen Basalterhebungen Pöhlberg, Scheibenberg und Bärenstein dar. Durch die Abbautätigkeiten wurden bis zu 40 m hohe, in der Regel sechseckige Basaltsäulen freigelegt, die sich wie Orgelpfeifen aneinanderreihen. Entstanden sind diese im Tertiär aus erstarrter Lava, die sich in ein riesiges Flusstal ergoss. Die durch die Steinbruchtätigkeit entstandenen Blockhalden bergen inzwischen viele selten gewordene Tier- und Pflanzenarten. Auch in den Spalten der überwiegend glatten, senkrechten Felswände siedeln Pflanzen, zum Beispiel seltene Kleinfarne. Die Basaltsäulen mit ihrer Felsvegetation sind in dieser Ausdehnung einzigartig in Sachsen. Aufgrund ihrer Besonderheit wurden die Mittelerzgebirgischen Basaltberge zum europäischen Schutzgebiet Natura 2000 erklärt.


Ebenfalls unter europäischem Schutz stehen die Serpentinsteinhalden bei Zöblitz und Ansprung. Hier gedeihen ebenso seltene, gefährdete und vom Aussterben bedrohte Pflanzenarten. Überregional bedeutsam sind direkt an das Serpentingestein gebundene Farne. Bei den Serpentin-Streifenfarnen handelt es sich um hochgradig spezialisierte Pflanzenarten, deren Artbildungsprozesse noch nicht abgeschlossen sind, es sind sozusagen Arten in der Entstehung.

Nicht unerwähnt bei der Aufzählung darf der Kalksteinbruch in Hammerunterwiesenthal bleiben. Ein Teil des noch heute in Betrieb befindlichen Steinbruches wurde unter Naturschutz gestellt. Das Alleinstellungsmerkmal für diesen Naturraum das höchstgelegenen Kalkvorkommen Sachsens, das eine einmalige Tier- und Pflanzenwelt entstehen ließ. Europaweit bedeutsame Lebensräume wie Basophile Pionierrasen, Berg-Mähwiesen, Silikatschutthalden, Kalkhaltige Schutthalden, Kalkfelsen mit Felsspaltenvegetation und Silikatfelsen mit Felsspaltenvegetation liegen hier auf dichtem Raum nebeneinander.