Artenreiches Grünland im Naturparkgebiet

Dem aufmerksamen Besucher des Naturparks “Erzgebirge/Vogtland” wird nicht entgehen, dass sich die Landschaft im Bergland von derjenigen im Tief- und Hügelland unterscheidet, wobei sich ihr Charakter mit zunehmender Meereshöhe allmählich wandelt. Im Naturpark sind beispielsweise viel mehr Wälder anzutreffen als im Vorland. Auch in den waldfreien Bereichen werden die sonst vorherrschenden Äcker zunehmend durch Grünland ersetzt, nimmt der Anteil von Wiesen und Weiden deutlich zu, bis in den Kammlagen die Äcker fast ganz verschwinden.

 

Wälder, Grünland und ländliche Siedlungen wechseln häufiger einander ab. Diese kleingliedrige Anordnung und der gute Erhaltungszustand der verschiedenen Landnutzungstypen sind ein Markenzeichen der kulturhistorisch gewachsenen, harmonischen Kulturlandschaft des Naturparks und ein wertvoller Baustein für das hohe Erholungs- und Erlebnispotential des größten sächsischen Mittelgebirges.

 

Wiesen können sehr vielfältig aussehen. Abhängig von der Bewirtschaftungsintensität und vom Standort können Feucht- bzw. Nass-, Frisch- und Bergwiesen sowie Magerrasen unterschieden werden. Wie der Name schon verrät, kommen die Bergwiesen im Bergland, also etwa ab der 500 Meter Höhenlinie vor; sie gehören zur Gruppe der Frischwiesen.

Autor: Dr. Wolfgang Böhnert
Böhnert, Wolfgang (2001): Blütenbunte Bergwiesen im Naturpark “Erzgebirge/Vogtland” IN: Naturpark SPEZIAL 4