Jährlicher Veranstaltungskalender bündelt mehr als 90 Aktionen im Naturpark...

In Zeiten günstiger Reiseangebote zu fernen Zielen drohen bisweilen die Schätze vor unserer eigenen Haustür, aus unserem Blickfeld zu geraten. Wann haben Sie zum letzen Mal auf einer duftenden Wiese bunte Falter beobachtet, sind mit Gummistiefeln durch ein Moor gestapft oder konnten direkt beim Schwamme suchen einen Experten um Rat fragen?
Schultern Sie Ihren Rucksack und machen sich auf in bekannte und vergessene Winkel unserer Heimat. Nutzen Sie die vielfältigen Angebote des diesjährigen Veranstaltungskalenders und entdecken Sie mit Ihren Familien oder gleichgesinnten Menschen die wundervolle Natur und Kultur des Naturparkes „Erzgebirge/Vogtland“.

Seit 2017 enthält der Kalender eine neue inhaltliche Rubrik, die der Bergbaulandschaften. Fachkundige Führer laden Sie ein, die natürliche Vielfalt der Montanregion des Naturparkes kennenzulernen und zu erkunden.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß auf den Veranstaltungen der Landschaftserhalter im Naturpark “Erzgebirge/Vogtland”. Wir würden uns sehr freuen, wenn wir Sie auf einer unserer Veranstaltungen begrüßen können....

Mehr Infos erhalten Sie auf der folgenden Internetseite und auf den Seiten unserer Partner:  
vielfalt.naturpark-erzgebirge-vogtland.de/index.php?id=115

Eine Landschaft von Menschen gestaltet

Das Erzgebirge erwartet die Entscheidung des UNESCO-Welterbekomitee über die Nominierung der "Montanen Kulturlandschaft Erzgebirge/Krušnohoří". Der Bergbau hat nicht nur Architektur, Kultur sowie Wirtschaft und Gesellschaft im Erzgebirge entscheidend geformt, sondern auch die Landschaft. Auf Abraumhalden, in Pingen und Steinbrüchen, in Kunstteichen und Kunstgräben sind besondere Lebensräume für Tiere und Pflanzen entstanden, die es ohne den Einfluss des Bergbaues nie gegeben hätte.

Seminar "Wie schneide ich Obstbäume richtig?"

Die Übergangszeit vom Winter ins Frühjahr bietet sich für den Schnitt von Apfel- und Birnenbäumen an. Damit werden die Obstgehölze angeregt, neu auszutreiben und große Früchte zu bilden. “In den ersten Jahren nach der Pflanzung benötigen Obstbäume einen regelmäßigen Erziehungsschnitt”, informiert Sonja Degenkolb, die in der Baumschule Dittersdorf arbeitet. “Konkurrierende Äste sollten entfernt und lange Triebe eingekürzt werden, so können die Bäume ein stabiles Gerüst ausbilden, an welchem sich neue Fruchtäste ausbilden”, erklärt die erfahrene Fachfrau weiter.

Kernobst, wie Apfel- und Birnenbäume lassen sich gut im späten Winter beschneiden, dann gibt es keine ganz strengen Fröste mehr, die Bäume sind noch nicht belaubt und in der nahenden Vegetationszeit verheilen die Wunden schnell. Steinobst, dazu gehören Kirschen, Pfirsiche und Aprikosen, sollte bevorzugt in der Erntezeit geschnitten werden. Doch während in Süßkirschbäume nur ganz wenig eingegriffen wird, benötigen Sauerkirschen und Pfirsiche einen jährlichen kräftigen Rückschnitt, weil sich bei diesen Obstarten nur an den einjährigen Trieben Blüten und Früchte bilden. Man könnte sagen: “Keine Ernte ohne Schnitt.”

Kennen Sie die Gesetzmäßigkeiten des Baumwachstums, sollte Ihnen das fachgerechte Schneiden Ihrer Bäume nicht mehr schwer fallen. In diesem Buch erhalten Sie eine detallierte Anleitung zur Erziehung gesunder, gut wachsender und früchtetragender Obstbäume:

Riess, H. W. (2013) Obstbaumschnitt in Bildern, Obst- und Gartenbauverlag des Bayerischen Landesverbandes für Gartenbau und Landschaftspflege e.V.