Veranlassung und Hintergründe

„NaturKultur für LebensWerte Kammlandschaften“ – unter diesem Motto steht die Kernaussage des Projektes. Die Biologische Vielfalt verringert sich zunehmend, das wird unter anderem anhand der immer länger werdenden Roten Listen gefährdeter und vom Aussterben bedrohter Tier- und Pflanzenarten deutlich, deren Lebensräume durch Eingriffe der Menschen nicht mehr intakt sind. Aus diesem Grund wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) im Jahr 2007 die Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt (BMU 2007) veröffentlicht.

Mit der Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen will Deutschland seinen Beitrag zur Umsetzung des „Übereinkommens zur biologischen Vielfalt“ der Vereinten Nationen aus dem Jahr 1992 erfüllen. Um die in der Nationalen Strategie formulierten Ziele und Visionen zu erreichen, hat das Sächsische Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft 2010 ein konkretes Maßnahmenprogramm erarbeitet, das dem Schutz und der Förderung der Artenvielfalt im Bundesland Sachsen dient.  

Ein Schwerpunkt dieses Maßnahmenkatalogs ist der Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung für Maßnahmen, die die biologische Vielfalt erhalten, fördern und schützen. Dabei stehen in diesem Projekt die Biotopgestaltungs-, Landschaftspflege- und Artenschutzmaßnahmen des Zweckverbandes und weiterer Naturschutzeinrichtungen im Fokus. Dazu gehören beispielsweise die Pflege von Hecken und artenreichen, extensiv genutzten Grünlandflächen, die Revitalisierung von Mooren und Fließgewässern, die Schaffung und Stärkung regionaler Kreisläufe  sowie die Verwertung des in der Landschaftspflege anfallenden Materials bzw. durch extensive Bewirtschaftung erzeugten Obstes, z.B. von Streuobstwiesen.